Rochlitzer Berg

Lage:

Das Klettergebiet Rochlitzer Berg befindet sich im Steinbruchgelände auf dem Rochlitzer Berg bei Rochlitz an der Zwickauer Mulde. Beklettert werden dürfen nur die festgelegten Bereiche in den ehemaligen Steinbrüchen. 

Porphyrsteinbruch

Anreise:

Die Steinbrüche befinden sich direkt auf der Kuppe des Rochlitzer Berges. Von Rochlitz aus gelangt man auf dem „Rudolf-Zimmermann-Weg“ in einer knappen dreiviertel Stunde über den Hof des Rochlitzer Schlosses durch den Bergwald bis zur Bergkuppe.

Nach Rochlitz hat man sowohl Bus- als auch Bahnverbindung.

Der Autofahrer benutzt eine schmale Fahrstraße, die von der B 175 (Rochlitz – Waldenburg) abzweigt, bis zum Wanderparkplatz. Von hier aus sind es wenige hundert Meter bis zu den Steinbrüchen.

Bruchwächter

Beschreibung:

Die Gesteinsart ist Porphyrtuff. Das Gestein ist sehr rau und bietet durch seine typische Porigkeit eine gute Reibung. Allerdings merkt man das auch abends an den Fingerspitzen. Da sich oberhalb der Routen loses Gestein befinden kann, ist ein Helm zu empfehlen. Während der Gleisbergbruch mit dem endlos tiefen, dunklen und feuchten Loch eher einschüchternd wirkt, bietet der Seidelbruch mit seinem sonnigen Umfeld und der ebenen Lage Familientauglichkeit. Das Gestein trocknet nach Regen schnell ab und bietet so eine Möglichkeit zum Klettern bei wechselhaftem Wetter. 

Kletterei:

Die fast 90 Routen liegen im Schwierigkeitsbereich von 2 bis 9 UIAA. Während im Seidelbruch Wandkletterei im leichten und mittelschweren Bereich überwiegt, können im Gleisbergbruch richtig schwere Wege geklettert werden. Außerdem gibt es hier einige Rißklettereien, die ziemlich einzigartig sind und sich der Vergleich mit Sandsteinrissen im Indian Creek aufdrängt. Der Steinbruchbetrieb erzeugte vorwiegend glatte, senkrechte Wände, die sehr griff- und trittarm sind. Geklettert wird überwiegend an von oben eingerichteten Wegen mit zum Teil künstlich geschlagenen Griffen und Tritten. Insgesamt bieten die meisten Wege schöne Sportklettereien.

Besonderheiten:

Die Routen sind meist südfranzösisch mit Bohrhaken gesichert. In den Rißwegen lassen sich aber Keile und Friends legen. Geklettert werden darf bis zum Umlenker. 

Wichtig:

  • nicht über die Umlenker aussteigen
  • Seile zum Topropen nicht von oben einhängen
  • auf den Einsatz von Magnesia sollte weitgehend verzichtet werden