Hans-Dieter Zönnchen (23.08.1939 * – 14.03.2019 †)

Hans-Dieter ZönnchenWir, die Sportfreundinnen und Sportfreunde des Chemnitzer Wander- und Bergsport-Vereins, trauern um unseren langjährigen Sektionsleiter, Vereinsvorsitzenden und Hüttenwart Hans-Dieter Zönnchen.

Im Mai 1957 kommt Dieter zur BSG Motor-Mitte in Karl-Marx-Stadt. In der Sektion Touristik trifft er Gleichgesinnte, unter ihnen Kurt Prager und Werner Bregula, die nur wenig älter sind. Es sind Sportler, die mit einfachen Mitteln Erstbegehungen in unserem Gebirge schaffen, Leute, die genauso gern in der Natur sind wie er. Klettern, Skifahren, Radfahren – es sollte sein Leben bestimmen. Ab 1966 leitet er die jetzt in Wandern, Bergsteigen und Orientierungslauf umbenannte Sektion der BSG Motor Mitte und bleibt deren Sektionsleiter bis zur Ausgründung unseres Vereins im Jahr 1998. Bis 2004 ist er Erster Vorsitzender des CWBV.

Dieter verstand es als Lehrmeister und Verantwortlicher für Sport ab Mitte der sechziger Jahre Lehrlinge für unseren Sport zu begeistern. Viele unserer Mitglieder sind ehemalige Lehrlinge der Berufsschule von VEM und Numerik gewesen. Als Übungsleiter nahm er unzählige Jugendliche im Sommer ins Gebirge mit, im Winter in die Wintersportgebiete unserer Region. Die Zahl der Kletterer, die ihren ersten Kletterweg mit Dieter gemacht haben, dürfte sehr hoch sein.

Sein außergewöhnliches Talent für Sport war schon immer ein Garant für Erfolge. Ob Bezirks- und DDR-Meisterschaften im Touristischen Mehrkampf und Orientierungslauf oder Skiwettkämpfe – in vielen Ergebnislisten steht sein Name.

Dieter fühlte sich sowohl im Mittelgebirge als auch im Hochgebirge zu Hause. Viele Male war er in der Hohen Tatra, organisierte Fahrten dorthin. Mit anspruchsvollen Routen bis zur Schwierigkeit VI im Sommer und im Winter konnte er die Leistungsklasse Alpin erreichen – eine Voraussetzung für die Aufnahme in die Bezirkstrainingsgemeinschaft Karl-Marx-Stadt und damit die Möglichkeit zum Klettern im Kaukasus. Ab den 1990er Jahren waren dann auch Mont Blanc und Matterhorn zu erreichen. Manch einer hat seine Erfahrungen im Hochgebirge mit Dieter gesammelt.

Dieter hatte Ideen und Ideale. Radfahren vom südlichsten zum nördlichsten Punkt der Republik, zu unserer Hütte nach Königstein oder Rundtouren zu den drei Großstädten Sachsens, Schlauchbootfahren auf der Eger, Lagerfeuer in der winterlichen Einsamkeit des Geyerischen Waldes, Hutznomnd, Nachtskitouren, Mehrtagesskitouren über den Rennsteig oder dem Erzgebirgskamm.

Seine Fähigkeiten sprachen sich so weit herum, dass auch ungewöhnliche Projekte angefasst wurden. Mit dem Technosport sanierte er manches hohe Haus in Karl-Marx-Stadt, trug Schornsteine ab, war im Pumpspeicherwerk Markersbach oder beräumte Felsen an nahen Straßen.

Nach seinem Ausscheiden als Vorsitzender widmete sich Dieter zehn Jahre als Hüttenwart der Pflege unserer Berghütte Greifensteine. Er war der Kümmerer.

 

Der Vorstand

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Dreiländereck – Tour

Es ist ein Sonntag im Februar, es ist kurz vor 10.00 Uhr und es ist noch Winter in (Asch). Die strahlende Sonne ist trügerisch. Die Wege sind entweder vereist oder verweht und Spuren gibt es kaum. So ist das Stück hin zum Klettergebiet „Rommersreuther Schweiz“ das anstrengendste Teilstück. Das im neuen Vogtland-Kletterführer beschriebene Gebiet ist das tschechische Naturdenkmal „Goethova skalka“ und wirkt wie ein großer Freiluftkletterspielplatz. Aber der ist heute genauso verwaist, wie der riesige Golfplatz kurz vor Hazlov. Der kleine Ort Ostroh beeindruckt mich durch die Burganlage „Seeberg“ und die Kirche „St. Wolfgang“. Plötzlich bin ich im Egertal und an Amerika (přírodní rezervace) vorbei geht es hinein nach Františkovy Lázně (Franzensbad). Dass ich bereits kurz nach 16.00 Uhr abreisen kann, liegt sicher auch am tschechischen Gastronomie – Unwort des Tages: dovolená.

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Jubiläumsjahrabschluss 2018

Blickrichtung: Studenec / Kaltenberg

Zur U 40 – Wanderung führte uns Holm in diesem Jahr auf und rund um den Rosenberg (Růžák/Růžovský vrch).

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…von der Neiße (Lužická Nisa) an die Elbe (Labe) …

Der Startort der diesjährigen Herbstwanderung der „Losen Wandergesellschaft“ war Bílý Kostel nad Nisou. Zu Beginn ging es erst einmal hoch hinaus, hinauf zum Ještěd (Jeschken) auf 1012 m und diesmal sogar mit Fernsicht. Sicht gab es auch auf das nächste Ziel, den Ralsko (Rollberg oder Roll). Der Anmarsch war dann eher umständlich. Danach ging es hinab in das CHKO Kokořínsko – Máchův kraj. Bei geschickter Wegführung kann man hier permanent im Sandstein verschwinden, denn es schließt sich auch noch die Daubaer Schweiz an. Zwischenzielort an der Elbe war Štětí (Wegstädtl). Mit der Bahn ging es elbabwärts bis Děčín und dann als Abschluss über den Berg zum Endpunkt in Schöna.

 

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Mitt- (Mütz-) Sommer 2018

Mitt- (Mütz-) Sommer 2018

Versprochen ist versprochen – und wird nicht gebrochen. Da für das Wetter keiner etwas kann, rückte ein Häuflein Unentwegter gegen 18.00 Uhr dreilagig ausgestattet in der Buschmühle ein. Vorher waren sie noch an den Lorenzsteinen zum (Winter-)Klettern, in der Neumannmühle zum Zwischentrocknen und auf dem Großstein zum „In-den-Nebel-Schauen“. Das Abendwetter (konsequenter Dauernieselregen) wurde musikalisch (Schlappseilkonzert) und optisch (Buschmühlen – Filmfest) immens aufgewertet. Am Sonntag danach ging es nicht in die Schrammsteine, aber auch nicht ins Bielatal, sondern auf den Cottaer Spitzberg. Hier erlaubte uns das Wetter Ausblicke in bisher unbekannten Pespektiven auf die Berge des Elbsandsteingebirges und des Osterzgebirges. Auf dem Rundweg gab es dann noch die einmalige Gelegenheit, sich auf natürliche Weise gegen eine eventuelle Erkältung  zu wappnen.

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Radfahren und Klettern am Erzgebirgskamm

Eine kleine Gruppe von drei Vereinsmitgliedern und einem Gast machte sich auf den Weg zu einer entspannten Radtour von Mulda über den Erzgebirgskamm nach Olbernhau mit zwei Klettereinlagen.

Nach einer knappen Stunde Radfahrens gab es die erste Kletterei am Badfelsen in Rechenberg-Bienenmühle. Ein kurzer Besuch des Naturbades wäre eine zusätzliche Option gewesen, denn es war Sommerwetter. Allerdings entwickelten sich bereits die ersten Gewitterwolken, sodass wir uns für Weiterfahren entschieden. Es ging mit zunehmender Konsequenz bergauf und spätestens als wir von der Straße auf den Radweg in Richtung Torfhaus abbogen, merkten wir, dass wir im Erzgebirge waren. Auf Waldwegen fuhren wir bis Puklá Skála, unserem zweiten Kletterziel. An den einzelnen Felsen gibt es viele kurze Kletterwege und einen tollen Ausblick in Richtung Fláje-Talsperre.

Als wir zur Weiterfahrt aufbrachen, fielen die ersten dicken Regentropfen und die Temperatur sank deutlich auf anfangs angenehme, später als frisch empfundene 18°C. Im abklingenden Regen fuhren wir von nun an bergab, vorbei an der Rauschenbachtalsperre bis Olbernhau. Dort hatte es keinen Tropfen geregnet und es herrschten sommerliche Temperaturen.

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Radfahren hinterm Berg

Kraslice – Cheb

Das Manko vornweg: Die An- und Abreise mit der Vogtlandbahn bleibt der Flaschenhals der Tour. Das ist sowohl auf die Fahrzeit, als auch auf die beschränkte Mitnahmekapazität von Fahrrädern bezogen. Vom Startpunkt (Bahnhof Kraslice) aus folgen wir der Svatava (Zwota/Zwotau) bis Oloví. Oloví – Město liegt jedoch hoch über dem Tal und auch der Radweg führt weiter hinauf bis auf das Hochplateau. Auf diesem geht es hinüber zur Burgruine Hartenberg. Nochmal kurz über die Kuppe in Richtung Josefov – schon liegt uns Sokolov und das Egertal zu Füßen. Ab Sokolov folgen wir dem Egerradweg (Nr.6) und uns folgt die erste Regenwolken des Tages. In Hlavno hat sie uns eingeholt und in Kynšperk nad Ohří sind wir wieder trocken. Der Egerradweg ist gut ausgebaut. Flach mäandert er mit dem Flusslauf durch Auengebiete und durch große offene Flächen. Er presst sich zwischen Eger und Bahnlinie oder weicht auch mal in die sanfthügligen Uferbereiche aus. Scheinbar viel zu schnell ereichen wir Cheb. Aber dafür sitzen wir bei der zweiten Regenwolke des Tages schon im Trockenen.

Variante: Ab Chocovice den Radweg 2113 über Soos nach Vojtanov.

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Blick voraus

Eine Sommersonnenwende im Elbsandstein kann man so,

oder SO verbringen:

Einladung@bergstrolch

Einladung@bergstrolch

Dieser Jahr wird es wohl ein SO sein.

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Klettern hinterm Berg 2018

20 Jahre CWBV – 20 Jahre MEIN Verein.

Mein Beitrag zu einem Jubiläumsjahr 2018 voller Vereinsaktivitäten.

PerštejnZajímavá skalní oblast Středního Poohří.

Aussprache und Klettern – das ist in diesem Gebiet keinesfalls kinderleicht, aber eine Herausforderung. Dieser stellten sich bei einem Tagesausflug an die Ohře (Eger) eine zweistellige Mitgliederzahl und wir erlebten einen schönen Klettersonntag.

Ohře und Felsen @ Heiko

Ohře und Felsen @ Heiko

Ähnlich des Klettergebiets in Šemnice stehen die Felsen direkt an der Eger. Sie sind jedoch höher und die lohnenden Wege gehen hier erst ab (tschechischer) UIAA  4  los – aber dann! Nach der Bewältigung der Schlüsselstelle des Weges * Mostecká Varianta Sokolí Cesty, 6+ gab es, für Vor- und Nachsteiger, sogar ein „SUPER!“ der böhmischen Locals. Die ungewollten Erfahrungen eines Vorstiegssturzes blieben bei allen Betroffenen im Rahmen sichtbarer Folgen und trüben keinesfalls das Klettererlebnis. Noch gibt es beim Klettern hinterm Berg viel zu tun – insgesamt sind es 490 Seiten.

 

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… vom KARL zum CARL …

20 Jahre CWBV – 20 Jahre MEIN Verein.

Mein Beitrag zu einem Jubiläumsjahr 2018 voller Vereinsaktivitäten.

Auf dem Startfoto zum Klassiker … vom KARL Marx – Denkmal zur CARL Stülpner – Höhle …“ sind sieben Köpfe zu sehen. Dass von denen nur sechs ankamen, ist verständlich.

Karl zu Carl 2018

Unser Weg führte durch den Stadtpark in Richtung Altchemnitz und ließ uns schon bald vom Pfarrhübel zurückblicken. Auf der Höhe entlang nach Berbisdorf freuten wir uns auf die Gastfreundschaft der Familie Zweininger. Auch das hat Tradition. Beste Verpflegung, etwas Kulturgeschichte und ein guter Schwatz, schon ging es weiter. Es ging hinüber nach Eibenberg und dann hinab nach Kamerun. Auf dem Burgstein war es Zeit für die Mittagspause. Der Weg führte weiter moderat bergan bis zur Eisenstraße und dann hinab nach Gelenau. Über dem freien Feld in Richtung Thum kämpften der kalte Nordostwind und die Frühfrühlingssonne um unsere Gunst. Der gefrorene Boden ließ uns schnell vorankommen. Am Nordhang in Thum, in Richtung Greifensteine hinauf, wurde es wieder winterlich – Schneeflächen, Loipenspuren und der Weg war vereist. Als wir die Stülpnerhöhle erreichten, wurden wir bereits erwartet. Es gab Sportgetränke der Saison, Überraschungsgäste und dann eine schön vorgeheizte Greifensteinhütte.

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