Plattner Kunstgraben

Holm hatte mir Appetit auf böhm’sches Bier gemacht,
die Thüringer Freunde Bilder von ihrem „Tausender“ geschickt,
und ich wollte mir den Auersberg mal von hinten anschauen.
10.00 Uhr hatte ich auf dem Plattenberg (Blatenský vrch 1043m) die Tagesaufgabe erledigt.
Doch jetzt folgte mein eigentliches Ziel, die Begehung des Plattner Kunstgrabens.
Hinab zum Start in Horní Blatná gab es noch einen Blick in die Eispinge und die Wolfspinge.
Wanderkarten geben den Weg als Naturlehrpfad an, aber er verläuft unmarkiert, man kann sich ja eigentlich nicht verlaufen. Der schmale Pfad, Wurzeln und tief hängende Äste verlangten Aufmerksamkeit und Trittsicherheit, überhaupt ideal für eine Solotour. Kurz vor Seifen (Ryžovna) gab es dann gleichzeitig einen Blick zurück zum Auersberg und einen Blick nach vorn zum Fichtelberg.
Weiter ging es zum Gottesgaber Hochmoor, dann auf der Straße nach Boží Dar und über einen verwahrlosten Grenzübergang zum Neuen Haus. Noch eine kleine Schleife über den Kleinen Fichtelberg zum Fichtelberg und über die Wellenschaukel zurück. 15.39 Uhr startete ich den letzten Teil: eine abwechslungsreiche Rückreise mit ÖVM über Tellerhäuser, Rittersgrün (Umsteigen), Pöhla, … .

Tourenbeschreibung

3 Gedanken zu „Plattner Kunstgraben“

  1. Ich habe die Wanderung am 16.09.08 mit Robert gemacht. Wir waren mit dem Zug aus Chemnitz 9:22 in Johanngeorgenstadt. Die Routenbeschreibung von Jens ist perfekt. Die Wanderung lohnt sich in jedem Fall. Die Dreckschänke befindet sich bereits auf tschechischem Gebiet in Potucky. Die Wolfs- und die Eispinge haben wir leider nicht gefunden. Horny Blatna (dort endet der Kunstgraben) hat längst seinen einstigen Glanz verloren. Der Graben wirkt über weite Strecken verfallen und führt dort kaum Wasser. Ab Seifen wird das, dank EU-Fördermittel, besser. Sonst, so hatte ich den Eindruck, wird die gesamte Strecke wenig begangen. Wir begegneten an diesem Dienstag niemanden. Bäume mit herunterhängenden Ästen und größere Wurzeln behindern immer mal den Weg. Faszinierend ist die Leistung der Menschen, die diesen Graben geschaffen haben und wie harmonisch er sich in die Wiesen und Wälder einfügt. Vom Grenzübergang (der gerade abgerissen wird) sind wir den Zechengrund hinab zum Bahnhof gelaufen. 15:30 saßen wir im Bus.

    Empfehlenswert!

  2. „Die Wolfs- und die Eispinge haben wir leider nicht gefunden.“
    Da ist die Tourenbeschreibung wohl doch nicht so perfekt 🙂 .

    Aber das holen wir zur Anton-Günther – Wanderung nach.

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