2 Klassengesellschaft

unter dem oben genannte Titel sollte diese Wochenende eigentlich ablaufen. Aber aus irgendeinem Grund waren es wieder nur die üblichen Verdächtigen, welche sich an diesem Wochenende bewusst im sächsischen Sandstein trafen.

Auf Anraten eines Kundigen, wurde kurzerhand das ursprüngliche Ziel für den Samstag über den Haufen geworfen und die Tisaer Wände aufgesucht. Was soll ich sagen? Ein Fehler war dies nicht. Während sich in der Umgebung der Boden für Barfußläufer zu unangenehmen Temperaturen aufheizte, blies durch unser Labyrinth beständig eine leichte Brise, welche im Schatten durchaus die Frage nach einem Pullover aufkommen lies. Aber dem konnte durch das Verweilen auf dem Gipfelkopf abgeholfen werden.
Nach dem Besteigen der ersten Gipfel genossen wir bei einer kleinen Wanderung und auf der Suche nach weiteren begehbaren Objekten die vielen Wege dieser kleinen Felsenstadt. Eine schönes Klettergebiet, auch für Kinder, welche lieber die Tiefen als die Höhen der Gipfel erkunden.

Am Sonntag ging es dann, wie schon lange geplant, ins Bielatal. Als Ziel hatte unserer Führer sich den Trautmannsfels auserkoren. Im Gedenken an unser Gründungsmitglied Werner Bregula wollten wir über die von ihm 1954 erstbegangene Rissvariante den Gipfel erklimmen.
Nachdem sich zuerst niemand um den Vorstieg riss, gab es am Ende dann doch drei Anwärter für das Emporbringen des Seiles.

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Lagebesprechung zum Routenverlauf

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Die Mitglieder der Seilschaft

Gipfelglück

Gipfelglück


Auch wenn ich am Anfang einige Zweifel hatte, ich muss sagen, der Weg ist empfehlenswert. Kein Sand sondern festes Gestein, Sicherungen in ausreichender Anzahl, so stelle ich mir einen Genussweg im Vorstieg vor. Am Ende zählte unsere Seilschaft 8 Mitglieder und das aus reiner Freude am geselligen Zusammensein.

Dieser Weg war der Ausgangspunkt für weiteren Klettereien um die Gruppe am Chinesischen Turm und gab Mut zu Manchem, was schon längst wieder fällig war. Ohne ihn hätte ich wahrscheinlich noch lange nicht den Mut gefunden, mal wieder den Alten Weg auf den Chinesischen Turm zu bewältigen. Nur in der Mitte der Route, als es dann aus den Windschatten heraus, in die teilweise doch recht kräftigen Winde ging, fragte ich mich schon, warum ich mir das gerade antue. Doch nach einigem kräftigen Durchatmen und dem eleganten Fallenlassen einer Plattenschlinge ging es dann stetig weiter hinauf. Oben angekommen war die Freude um so größer.

Dem Initiator und allen Beteiligten noch einmal vielen Dank für das schöne Wochenende.

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